
Ist unternehmerisches Denken und Handeln mit dem Evangelium vereinbar? Darüber gehen die Meinungen, selbst unter praktizierenden Christen, auseinander. Die Gründer und Betreiber von so genannten Kingdom Companies belegen jedenfalls die Vereinbarkeit von Unternehmertum und Christentum in beeindruckender Weise.
Eine Kingdom Company (Unternehmen des Reiches Gottes oder auch BAM – business as a mission) ist eine Firma, die vom Firmeninhaber bewusst an Jesus Christus „abgetreten“ wurde. Die Geschäftsleitung arbeitet nicht nur für den wirtschaftlichen Erfolg, sondern auch daran, Mitarbeiter und Kunden mit dem Evangelium in Berührung zu bringen sowie Geld für christliche Projekte freizusetzen.
Konkret bedeutet das beispielsweise:
Die Klugheit des Evangeliums wird sozusagen mit der Schlauheit der Welt verbunden. Die Firma, der Betrieb wird als Plattform verstanden, eigene Mitarbeiter für Christus zu gewinnen. Der Geschäftsführer wird sozusagen zu einem Prediger des Evangeliums und jeder Kundenkontakt kann damit zur missionarischen Chance werden. Manche Firmen werden damit zu Keimzellen kleiner christlicher Gemeinden. Der geschäftliche Erfolg der Kingdom Companies scheint dem Konzept recht zu geben.
So schön das klingt und so gut das in vielen Unternehmen gelingt: der Gedanke der Kingdom Companies hat auch seine Kehrseiten, wie Kritiker anmerken. Es ist sicher ein großer Gewinn für alle, das Für und Wider der Idee des BAM weiterhin zu diskutieren.